Baader Genuine Ortho

 f = 5 mm

2.28 fach

Vixen LV

f = 7 mm

3.18 fach

TS SuperPlössl

f = 9 mm

2.02 fach

TS Plössl

f = 15 mm

2.01 fach

Celestron OMNI

f = 25 mm

2.06 fach

Celestron OMNI

f = 40 mm

2.32 fach

Canon EOS 300D Gehäuse

 

2.68 fach

Vielfach wird eine Barlowlinse mit der Bezeichnung 2fach-Barlowlinse angegeben. Dies ist jedoch nicht wörtlich zu nehmen. Der tatsächliche Verstärkungsfaktor ist von der Bauweise des Okulars u.a. Faktoren abhängig. So konnte ich bei meinen Okularen bzw. Kameragehäuse folgende Faktoren am Refraktor TS 152/1200 messen:

Neben dem deutlich höheren Faktor bei den 5 mm und 40 mm Okularen sind vor allem die hohen Faktoren beim 7 mm Okular und bei Fokalaufnahmen mit dem Gehäuse der Canon EOS 300D auffällig.

Barlowlinse

Die Formel [scheinbares Gesichtsfeld = wahres Gesichtsfeld * Vergrößerung] ist nur eine Näherung. Genau genommen müsste der Durchmesser der Feldblende, der Tangens und die genaue Linsenoptik berücksichtigt werden. So gibt es Weitwinkelokulare mit starker Verzeichnung, die außen also eine größere Brennweite haben als in der Mitte, wodurch ein größeres Blickfeld “vortäuscht” wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt wieder meine Messwerte am TS 152/1200, wobei die erste Angabe das wahre Gesichtsfeld ist und die zweite Angabe der Effektivwert, wenn man die o.g. einfache Formel benutzt.

Gesichtsfeld

Baader Genuine Ortho

 f = 5 mm

43°

46.4°

Vixen LV

f = 7 mm

45°

42.9°

TS SuperPlössl

f = 9 mm

52°

50.7°

TS Plössl

f = 15 mm

50°

41.1°

Celestron OMNI

f = 25 mm

52°

46.5°

Celestron OMNI

f = 40 mm

43°

39.5°

Ich besitze mehr oder weniger ein Standardset von Filtern der Fa. Baader. Diese lassen sich kombinieren, wodurch neue interessante Filterungen entstehen. UBV-Photometrie lässt sich mit folgenden Filter gut realisieren:

   U = Venusfilter (UG 11)
   B = BG 25
   V = VG 6 + GG 495

Die Kombination RG 610 und UV/IR-Sperrfilter ergibt einen sehr breitbandigen Hα-Passfilter (HWB = 100 nm), der für einige Gasnebel interessant sein dürfte.

Filter

Bekannt ist, dass die Sonne nur in Projektion oder mit einem Objektivfilter, niemals aber ausschließlich mit einem Okularfilter beobachtet werden soll. Deshalb kaufen viele die Sonnenschutzfolie von Baader, wissen aber nun nicht, wie sie diese am Besten zu einem kompletten Sonnenfilter weiterverarbeiten sollen. Eine Idee ist, sich für wenige Euros einen zweiten Objektivdeckel zu beschaffen und in diesem eine zentrale Öffnung zur Aufnahme der Folie zu schneiden. Leider aber sind diese nur schwer erhältlich und so habe ich nach monatelangem Warten nun zum Eigenbau gegriffen. Man nehme 4 mm Sperrholz und säge 2 runde Scheiben aus, die ca. 20 mm mehr Durchmesser als die Taukappe besitzen. Nun habe ich jeweils zentral ein Loch von 15 cm entsprechend der Öffnung meines Refraktors hineingesägt. Nun habe ich die Taukappe auf eine der Scheiben gestellt und vier keine Rechteckleisten (10 mm * 10 mm * 60 mm) außen auf die Holzscheibe geklebt, angelehnt an die Taukappe. Danach schneide man aus dem Folienblatt eine etwa kreisförmige Fläche von 18 cm Durchmesser aus und lege diese zentral auf die andere Holzscheibe. Nun wird Holzkleber (Ponal) vorsichtig um die Folie auf dem Rand der Holzscheibe verteilt (punktuell und dünn genügt). Die erste Holzscheibe wird nun mit den “Füßen” nach oben darauf gelegt und mit 2-4 kleinen Schraubzwingen fixiert und gepresst.

Sonnenfilter

Sonnenfilter
Sonnenfilter

Zur besseren Fokussierung (Scharfeinstellung) ist die Verwendung einer Scheinerblende (Hartmannblende) sehr nützlich. Man nehme 4 mm Sperrholz und säge eine runde Scheiben aus, die ca. 20 mm mehr Durchmesser als die Taukappe besitzt. Nun sägt man 2 oder 3 Löcher mit etwa 30-35% des Objektivdurchmesser hinein und zwar so, dass sie möglichst weit auseinander liegen, aber noch innerhalb der zentrale Objektivfläche (man beachte, dass der Tubus größer ist). Für meinen 15 cm Refraktor habe ich mich für 3 Löcher zu je 5 cm entschieden, wobei es überhaupt nicht auf den mm-genauen Durchmesser und nicht einmal auf die genaue Lage oder kreisrunde Form ankommt. Im exakt fokussiertem Fall erhält man trotz der drei Öffnungen ein einziges Beugungsscheibchen, im defokussierten Fall aber drei Beugungsscheibchen, die um so weiter auseinander liegen, je stärker die Abweichung vom exakten Fokus ist. Da die effektive Objektivfläche in meinem Fall nur noch 33% beträgt, muss ich 1.2 mag Helligkeitsverlust in Kauf nehmen - aber nur bei der Fokussierung, denn bei der Photographie selbst wird die Scheinerblende ja zuvor wieder entfernt. Im Deep-Sky-Bereich hat man häufig Objekte, die ohnehin schon an der visuellen Helligkeitsgrenze liegen (oder darunter) - da nützt einem die Scheinerblende natürlich nichts. Ansonsten ist sie sehr hilfreich. Da die 2-3 Öffnungen so weit wie möglich außen am Rand der Objektivfläche liegen, hat man nach wie das volle Auflösungsvermögen (theoretisch).

Scheinerblende

Scheinerblende
Scheinerblende

Zur Bekämpfung der Betauung der Fernrohroptiken gibt es Heizungen und viele weitere Ideen. Eine Idee der besonderen Art ist der Überzieher aus Wolle, nicht nur für das Objektiv, sondern auch für den Sucher und die Okulare. Das Foto zeigt die Wollmütze für meinen Refraktor TS 152/1200. Deutlich erkennbar ist das Loch für den Stecker der Taukappenheizung.

Astronomical Bulletin Wischnewski Nr. 10

Taukappenheizung mit Wollmütze

Taukappenheizung

Als ich 2004 meinen 6”-Refraktor gekauft hatte testete ich einige Okulare, die in dieselbe Preisklasse (günstig, aber nicht billig) passten. Getestet wurden: Kasai Ortho 7 mm, Baader Genuine 5 mm + 7 mm, Baader Endiascopie 7.5 mm, Vixen LV 7 mm, TeleskopService 9 mm + 15 mm, Celestron Omni 25 mm + 40 mm.

Astronomical Bulletin Wischnewski Nr. 9

Okulartest

Noch besser als eine Scheiner- oder Hartmannblende lässt sich mit der Bahtinovmaske fokussieren. Der Handel hält zahlreiche Varianten und Größen bereit. Aber auch hier lässt sich aus Karton und einem stabilen Papprahmen eine preiswerte Lösung selbst bauen.

Bahtinovmaske

Bahtinovmaske
Bahtinovmaske
Bahtinovmaske

Tipps fr die Praxis

Impressum: Verantwortlich im Sinne des §5 TMG ist Dr. Erik Wischnewski.

Letzte Aktualisierung:  09.08.2017

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Musik: Thomas Heitmann, yesmusic