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Hier präsentiere ich einige Beobachtungen und deren Auswertung.


Einfaches Radioteleskop

Als ich in der 4. Auflage meines Buches über die Möglichkeit schrieb, ein einfaches Radioteleskop ohne Elektronik-Kenntnisse zu bauen, um damit die Sonne zu messen, musste ich den Hinweis ergänzen, dass ich aus Zeitgründen meinen Vorschlag noch nicht in der Praxis überprüfen konnte. Das habe ich nun nachgeholt.

Das Photo zeigt die Konstruktion, bestehend aus einen handelsüblichen 85 cm Sat-Spiegel, einem einfachen LNB, etwas Holz und einer Alu-Schiene mit Schraubzwinge. Als Anzeigeinstrument habe ich mich für die Luxusausführung für 129.- Euro entschlossen, die damit etwa doppelt so teuer ist wie die einfache Messwertanzeige inkl. Batterien und Verstärker. Dafür aber bietet sie die Möglichkeit der Polarisationsumschaltung und der Bandumschaltung.

Im ersten Versuch wurde die Analoganzeige mit einer Digitalkamera gefilmt und anschließend alle 30 sec ein Messwert abgelesen. Mittlerweile habe ich einen Ausgang eingebaut, der mir die Übernahme der Spannung für einen A/D-Wandler ermöglicht und will die Werte direkt im PC speichern. Dann muss auch ein Gaußfit erstellt werden und nicht wie in der unteren Graphik mit Excel ein Polynom.

SZ Lyncis

Der als Delta-Scuti-Stern eingestufte Veränderliche SZ Lyn besitzt für Sterne dieses Typs mit 0.64 mag eine große Amplitude, die in den Bereich der RR-Lyrae-Sterne gelangt. Als Stern 9. Größe und einer Periode von 2.9 Stunden ist er ein ideales Beobachtungsobjekt für Amateurastronomen.

In der Nacht 6./7.3.2010 wurden mit einem Meade LX200ACF 8" (f/10) und einer Canon EOS 40D eine Serie von 86 RGB-Fotos aufgenommen. Es wird für jede der drei RGB-Farben (607 nm, 556 nm und 466 nm) eine Lichtkurve präsentiert. Mit zunehmender Wellenlänge verringert sich die Amplitude, was einer Variation der Farbindices B-V und V-R mit der Phase gleichkommt.

Das Maximum liegt im visuellen Bereich (V) bei HJD = 2455262.4417 ± 0.0022. Mit den Lichtwechselelementen des GCVS4
(HJD 2438124.39824 + 0.12053492·E) ergibt sich O-C = 0.0269 ± 0.0022 Tage.

SZ Lyn Lichtkurve
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Beteigeuze

Ein Chromosphärenmodell für Beteigeuze (optische und Radiobeobachtungen).

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Video von der Bedeckung des Sterns Yed Prior (Delta Oph) durch den Planetoiden (472) Roma

Video

Sternbedeckung von Yed Prior durch (472) Roma

Der rote Riesenstern Delta Ophiuchi (Yed Prior, HD 146051, SAO 141052) wurde am 8. Juli 2010 um etwa 21:57 UT vom Planetoiden (472) Roma für etwa 6 Sekunden bedeckt. Da der Stern eine visuelle Helligkeit von 274 besitzt, konnte das Ereignis ohne Probleme photographisch gemessen werden und war zudem ein ideales Beobachtungsobjekt für jeden Amateurastronomen.

In der Nacht 8./9. Juli 2010 wurde mit einem Meade LX200ACF 8" (f/10) und der Logitech Quickcam Express mehrere Minuten lang das Ereignis mit 15 fps gefilmt und die Bildern sofort als BMP-Dateien im Format 640×480 abgespeichert. Es wird für jede der drei RGB-Farben (607 nm, 556 nm und 466 nm) eine Lichtkurve präsentiert.

Die Bedeckung dauerte in Kaltenkirchen insgesamt 5.93 Sekunden, wovon die totale Phase 2.90 Sekunden in Anspruch nahm. Daraus ergibt sich ein mittlerer Durchmesser des Riesensterns von 54 Sonnenradien und eine Mindestgröße des Planetoiden von 40 km. Eine geringe Unsymmetrie der Lichtkurve (der Eintritt dauerte ca. 12% länger als der Austritt) könnte auf eine große Eruption des Roten Riesen hindeuten.

Roma Lichtkurve
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Epsilon Aurigae

Epsilon Aurigae ist ein Bedeckungsveränderlicher mit einer Periode von 27 Jahren. Der Übergang zum Minimum dauert mehrere Monate, die Totalitätsphase selbst hält über ein Jahr an. Weitere Helligkeitsschwankungen überlagern. Wegen seiner großen Helligkeit ist er während der Bedeckung ein günstiges Amateurobjekt.

Erik Wischnewski hat im Zeitraum von Januar 2009 bis Oktober 2010 mit einer Canon EOS 40D insgesamt 31 verwertbare Beobachtungen durchgeführt. Jede Beobachtung besteht aus 3 Einzelaufnahmen, deren Summenbild mit dem PSF-Verfahren vermessen wurden. Es wird für jede der drei RGB-Farben (607 nm, 556 nm und 466 nm) eine Lichtkurve präsentiert.

Die Helligkeiten sind als Kataloghelligkeiten angegeben, d.h. unter Berücksichtigung der Extinktion auf den Zenit bezogen. Zudem wurde die Helligkeit ins Johnson-System umgerechnet. Die Ergebnisse decken sich im Rahmen der Genauigkeit von ± 0.076 mag mit den Daten anderer Beobachter.

Epsilon_Aurigae
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Dunkelbilder bei DSLR-Kameras

Untersucht wurde, in wie weit für Dunkelbilder zur Korrektur von Deep-Sky-Aufnahmen eine Bibliothek angelegt werden, oder ob zeitnah mit den Objektaufnahmen auch Dunkelbilder angefertigt werden müssen. Es wurde untersucht, wie viel Aufnahmen für ein Masterdark notwendig sind und welche Auswirkungen die Alterung des Sensorchips haben. Die Tests umfassen die Abhängigkeit von der ISO-Empfindlichkeit, von der Temperatur und der Belichtungszeit.

Ferner wurde die Notwendigkeit von Flatfieldaufnahmen und zugehörigen Dunkelbildern (Flatdarks) untersucht. Ein dritter Teil ist den Auswirkungen von Dunkelbildern und Flatfields auf die Genauigkeit photometrischer Messungen gewidmet.

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